News über die Kampagne

Neue deutsche 10/10/10 Aktionsseite geht online

Hallo zusammen,

nach Wochen harter Arbeit ist es endlich soweit - wir gehen mit der deutschen wir-packens-an.org Seite an den Start:

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Auf wir-packens-an.org findet ihr alles was ihr braucht, um eine packen-wir's-an Party für 10/10/10 in Deutschland auf die Beine zu stellen - von den hard facts zu Aktionsideen und Materialien sollte hier alles zu finden sein. 

Und wenn doch etwas fehlen sollte, dann lasst es uns hier wissen und wir werden versuchen alle Materialien und Infos, die ihr braucht, um eure eigene Packen wir die Klimakrise an Party zu organisieren, hier online zu stellen. 

In Deutschland werden in diesem Herbst die Weichen für die Energieversorgung der Zukunft gestellt. Es ist wichtig, dass wir jetzt aktiv werden und der Regierung eine unmissverständliche Botschaft senden: Schluss mit Laufzeitverlängerungen für Atom und neuen Kohlekraftwerken - wir fordern Klimaschutz und Energiewende jetzt

Deshalb haben wir uns 10 Aktionsideen speziell für Deutschland überlegt, die man auch schnell und einfach in den nächsten Wochen noch planen und vorbereiten kann, um am 10/10/10 mit einer eigenen Aktion dabei zu sein. Auf wir-packens-an.org, auf 350.org/de und unserer deutschen Facebook Seite werden wir verschiedene Aktionsideen und Leute, die bereits eine solche Aktion für den 10/10/10 planen, vorstellen. Anregungen, Leitfäden und viele Materialien zum selber nachmachen werden direkt mitgeliefert. Und falls ihr eigene Ideen zum 10/10/10 habt, die ihr mit dem 350 Netzwerk teilen wollt lasst es uns wissen. Einfach Email schicken. 

So, der Countdown kann beginnen - nur noch 4 Wochen bis zum 10/10/10 - also Ärmel hochkrempeln, an die Arbeit, fertig, los! 

Diana und der Rest des 350 Deutschland Teams

PS: Falls ihr eine Aktion für den 10/10/10 plant und diese noch nicht auf unserer Aktionskarte registriert habt - jetzt aber schnell zu 350.org/de/oct10

 

Aktionsideen: Erste grüne Fahrrad Disko startet in Berlin

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Bei der ersten grünen Fahrrad Disko standen mal nicht die DJs im Vordergrund, sondern die Leute, die mit ihren Fahrrädern den Strom für die Musikanlage produzierten. Über 200 Leute hatten sich im Treptower Park mit ihren Rädern versammelt, um eine Klima-neutrale Party zu feiern. DJs wie Dirty Doering konnten nur die Plattenteller drehen, wenn genügend Leute sich auf die Räder schwangen und kräftig in die Pedale traten. 

Und das taten sie auch. Mit kräftigem Applaus wurde jeder, der sich für die Party aufs Bike schwang, gedankt und es kam auch schnell die Frage auf, warum es nicht viel mehr solcher klimafreundlichen Parties gibt.

Die Organisatoren sehen sich als Wiederholungstäter - und die nächste Grüne Fahrrad Party kommt bestimmt. 

Wäre auch mal eine Idee für den 10.10.'10! 

 

08.10.10 - der Countdown für 10/10/10 läuft!

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Heute ist der 8.10.10 – damit sind es noch genau zwei Monate bis zu unserem globalen Aktionstag ‚10/10/10 – Global Work Party’! Zeit also, auch in Deutschland das Tempo anzuziehen, um 10/10/10 zu einem Festtag der Klimabewegung und des Klimaschutzes von unten zu machen!

Weltweit sind bereits mehr als 1.100 Aktionen in 118 Ländern registriert, und auch in Deutschland gibt es mehr und mehr Aktionen: in Nienburg (Hamburg) und Fellbach (Baden-Württemberg) organisieren lokale Gruppen Baumpflanzaktionen, in Wustrow findet ein ‚Gebet für Mutter Erde’ statt, Fürstenfeldbrück (Bayern) lässt das Auto stehen und macht ein Fahrradsternfahrt, und in Hannover steigt eine Stromwechselparty.

Get to work -  hier kannst du eine eigene Aktion registrieren: 350.org/1010

Deine Aktion wird Teil einer weltweiten Klimabewegung von unten, die am 10.10.2010 der Welt und unseren Politiker eine deutliche Botschaft senden wird: „we’re getting to work – wir packen’s an! Wie sieht es mit euch aus?!?“

 

Streicht euch den 10.10.2010 in eurem Kalender an (und schaut mal auf unserer neuen 350.org Seite vorbei)

Liebe Freunde,

die letzten Monate waren unglaublich, Hier bei 350.org haben wir rund um die Uhr an unserer Kampagne gearbeitet - und jetzt schalten wir noch einen Gang höher.

Ab heute geben wir erst richtig Gas auf dem Weg zum 10.10.2010, der "Globalen Packen-wir's-an-Party". Es heisst, es wird, "ein Tag zur Feier von Klimalösungen"- und wahrscheinlich ist dies die beste Chance, dieses Jahr Druck auf unsere Politiker zu machen und gleichzeitig Spass zu haben. Wenn du noch nicht alles über den 10.10.2010 weisst, lies doch mal die neue Einladung von Bill McKibben weiter unten

Wir haben ausserdem eine brandneue 350.org Webseite, um die Aufmerksamkeit der Welt auf den 10.10.2010 zu lenken - hier ist eine kleine Vorschau:

Wenn du alles über den 10.10.2010 weisst, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, anderen davon zu erzählen. Teile die neue 350.org Webseite mit ein paar Mausklicks auf Facebook oder Twitter oder leite Bills Einladung an 10 Freunde weiter (10 ist dieses Jahr unsere Lieblingszahl) und hilf so, die Bewegung für ein sicheres Klima ums zehnfache zu vergrössern. 

Weiter so auf dem Weg zum 10.10.2010,

Jamie

PS: Bitte nicht vergessen, die Einladung von Bill McKibben unten zu lesen und weiterzuleiten!

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Liebe Welt,

es war ein hartes Jahr bisher: in Nordamerika strömt das Öl in den Golf von Mexiko, Asien erlebt einige der höchsten Temperaturen, die je verzeichnet wurden, in der Arktis schmilzt das Meereis schneller den je und in Lateinamerika spülen Rekordregenfälle komplette Berghänge weg. 

Also planen wir'ne Party.

Streich den 10.10.2010 in deinem Kalender an. Das ist das Datum. Der Ort ist, wo immer du lebst. Und der Anlass ist, etwas zu tuen, das in deiner Stadt oder Gemeinschaft dazu beiträgt, die globale Erwärmung in den Griff zu bekommen.

Wir nennen es die Globale Packen-wir's-an-Party, mit Betonung auf Anpacken und Party. In Auckland, Neuseeland, ist ein grosser Fahrradreparaturtag geplant, um jedes Fahrrad der Stadt wieder auf die Strasse zu bringen. Auf den Malediven wird eine Solaranlage auf dem Amtssitz des Präsidenten installiert. In Kampala, Uganda, werden tausende Bäume gepflanzt und in Bolivien wird man Solarherde für ein riesiges CO2-neutrales Picknick aufbauen.

Da wir bereits alles getan haben, um die Politiker über Anrufe, E-Mails, Petitionen und Proteste in Bewegung zu bringen und dies nicht schnell genug geschehen ist, ist es an der Zeit, zu zeigen, dass uns durchsaus die Instrumente zur Verfügung stehen, die wir brauchen um die Klimakrise ernsthaft anzupacken.

Am 10.10.2010 zeigen wir, dass wir, das Volk, dazu in der Lage sind - aber eine entschlossene Energiepolitik von Seiten der politischen Entscheidungsträger brauchen, um in einem Ausmass tätig zu werden, das wirklich etwas verändert. Das Ziel dieses Tages ist es nicht, die Klimakrise mit einzelnen Projekten zu lösen, sondern eine gezielte Botschaft zu senden: wenn wir die Klimakrise anpacken können, können Sie das auch - mit der entsprechenden Gesetzgebung und Verträgen, die unser alle Arbeit erleichtern wird. 

Hier kannst du dich eintragen, um ein lokales Event auszurichten: www.350.org/de/oct10 

Oder suche ein Event, bei dem du mitmachen kannst auf www.350.org/de/map

Und keine Sorge, dass du mit deiner Party alleine dastehen könntest: 1.077 Gruppen in 109 Ländern haben bereits etwas Grossartiges für diesen Tag geplant. Wir werden all diese Gruppen zusammenbringen, mit einem aussagekräftigen Mosaik aus Fotos, Videos und Berichten aus aller Welt.

Es war ein hartes Jahr bisher - aber der 10. Oktober kann ein toller Tag werden, wenn wir zusammen anpacken und Party machen. Wenn alles läuft wie geplant, werden wir damit einen grossen Schritt hin zu der Art von politischen Lösungen machen, die wir dringend brauchen.

Weiter so!

Bill McKibben und das 350.org Team

PS: Wenn du eher schüchtern bist oder dir nicht sicher bist, ob du deine Packen-wir's-an-Party wirklich zum Laufen bringen kannst, sieh dir diese Bilder vom Internationalen Klimaaktionstag letztes Jahr an. Es fanden 5.200 Demonstrationen in 181 Ländern statt, das heisst wahnsinnig viele Leute, wie du, haben es bereits geschafft! 

 

Klimakanzlerin a.D.

Berichten des Spiegels zufolge hat sich Angela Merkel endgültig von ihrem Klimakanzlerinnen-Dasein verabschiedet.

Die noch in Kopenhagen versprochenen Klimaschutzhilfen für Entwicklungsländer wurden jetzt radikal zusammengestrichen.  Von den insgesamt 1.26 Milliarden versprochenen Finanzhilfen sollten ohnehin nur 70 Millionen Euro jährlich als "frisches Geld", d.h. zusätzlich zu ohnehin schon gegebenen Versprechen zur finanziellen Unterstützung im Rahmen der allgemeinen Entwicklungshilfe, fliessen. Im Rahmen der neuen sparsamen Haushaltspolitik wurden nun selbst diese Minimalposten aus dem Budget gestrichen.

Somit verabschiedet sich die Klimakanzlerin wohl hier von uns. Während Angela Merkel noch in Kopenhagen sich für einen international verbindlichen Klimaschutzvertrag einsetzte und die Entwicklungsländer mit Finanzzusagen überzeugen versuchte scheint Klimaschutz und Klimaschutzhilfen nicht mehr auf der Agenda zu stehen. Zu teuer, so scheinst.

Die wirkliche Gefahr hinter diesem Denken werden wohl erst folgende Generationen bzw. Menschen auf weit entfernten Inselstaaten zu spüren bekommen. Ohne Finanzzusagen kein internationaler Klimavertrag - weder in Cancun noch in Südafrika. Und ohne einen internationalen verbindlichen Klimaschutzvertrag eben auch kein verbindlicher Klimaschutz.

Umso mehr unsere Politiker und PolitikerInnen sich von ihren klimapolitischen Aussagen distanzieren, umso stärker müssen wir uns an die Arbeit machen und die Klimakrise direkt anpacken, um sie an ihre Verantwortung aber auch an die Möglichkeiten einer nachhaltigen Zukunft zu erinnern.

 

Mexiko-Südafrika 1:1 - und bei den Klimaverhandlungen?

Gerade haben sich Mexiko und Südafrika bei der Fussball WM 1:1 getrennt und nach zwei intensiven Wochen bei den UN Klimaverhandlungen in Bonn stellt sich mal wieder die Frage, "Wann kommt den nun der internationale Klimavertrag? In Mexiko 2010 oder doch erst in Südafrika 2011?". 

Die Hälfte des 350.org Europa Teams hatte mal wieder das Vergnügen zwei Wochen in Bonn zu verbringen und in der ersten Reihe mitzuverfolgen wie die internationalen Klimaverhandlungen im Stop-and-Go Modus voranschritten (die andere Hälfte unseres Teams hatte mehr Spass mit jungen sozial engagierten Unternehmern aus ganz Europa lokale Klimalösungen für den Aktionstag am 10.10.2010 vorzubereiten). 

Während in der ersten Woche der Verhandlungen nicht wirklich viel passierte musste wir in der zweiten Woche nochmals richtig Gas geben, da an allen Ecken und Enden schlechte Verhandlungsergebnisse zu befürchten waren (und auch oftmals so eintrafen). 

 

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Speziell die vielen "Loopholes" (Löcher im Vertragstext, durch die es Annex 1 Ländern gelingt ihre Emissionen bis 2020 um ci. 8% weiter ansteigen zu lassen statt diese um die notwendigen 30-40% zu reduzieren) mussten den Verhandlungsführern in Bonn immer wieder aufgezeigt werden.

 

Und auch bei der Frage auf wie viel Grad die globale Erwärmung begrenzt werden soll, einer Frage, die speziell für die am meisten durch den Klimawandel betroffenen Länder von höchster Bedeutung ist, konnte keine Einigung gefunden werden. Die Mehrzahl dieser Länder fordert die Erderwärmung auf unter 1.5 Grad zu halten und eine Reduzierung der CO2 Emissionen auf mindestens 350 ppm. Vor ein paar Tagen sah es doch für einen Moment so aus, als ob ein Durchbruch bei der 1.5 Grad Frage erzielt werden könnte. Nachdem AOSIS (die Allianz der kleinen Inselstaaten) vorschlug einen wissenschaftlichen Bericht zum 1.5 Gradziel anfertigen zu lassen, um die Verhandlungen auf klimawissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen beruhen zu lassen, schaltete sich jedoch schnell Saudi-Arabien ein,den,"die notwendigen wissenschaftlichen Informationen welche Auswirkungen der Klimawandel auf ihre Länder habe, könnten sich die AOSIS Staaten ja wohl auch auf Google suchen". Der AOSIS Vorstoss wurde somit erfolgreich verhindert und kann erst wieder Ende des Jahres in Cancun auf den Tisch gebracht werden.

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Auf einer Pressekonferenz, die 350.org direkt im Anschluss organisierte, stellte ein Sprecher der AOSIS Staaten nochmals klar," wir sind uns sicher das die Zeit kommen wird, wenn die ganze Welt über das 1.5 Gradziel sprechen wird, nur besteht die Gefahr, dass es einige unserer Staaten dann nicht mehr geben wird." 

Um das Überleben alles Staaten und Völker zu sichern kommen wir nicht drumherum uns mit den Ergebnissen der Klimawissenschaft auseinander zusetzen - und diese zeigt deutlich auf, dass die Reduktionsziele, welche nach Kopenhagen auf den Tisch gebracht wurden, bei weitem nicht ausreichen, den Klimawandel auf ein für alle Staaten erträgliches Minimum zu halten. 

 

Und was heisst das nun für die am Anfang gestellte Frage wann mit einem verbindlichen internationalen Klimavertrag zu rechnen ist? Während ich diesen Blog schreibe sind die Verhandlungen in Bonn noch nicht abgeschlossen. Zunächst gab es heute Nachmittag noch einige Schwierigkeiten die noch notwendigen Verhandlungssequenzen mit der WM unter einen Hut zu bekommen. Die Übersetzer mussten extra ihre wohlverdiente Pause um 30 Minuten kürzen, um noch eine letzte Verhandlungssequenz vor dem Auftaktspiel zu begleiten. Und jetzt stellt sich Russland gerade quer und möchte die Verhandlungen so nicht abschliessen, da zur Zeit keine Simultanübersetzung zur Verfügung steht.

Wie auch immer die letzte Verhandlungssequenz hier in Bonn ausgehen mag, eines ist sicher, es wurde eine wichtige Chance verspielt sich zeitnah mit dem 1.5 Gradziel auseinanderzusetzen. Zeitnah im Sinne der kleinen Inselstaaten, den wie wir bei 350.org immer sagen,"mit den klimatologischen Gegebenheiten unserer Atmosphäre lässt sich nunmal nicht verhandeln!".

 

Schon über 1000 Aktionen für den 10/10/10 Packen wir's an Aktionstag registriert!

Bei 350.org geht es mal wieder um Zahlen - und hier kommt eine Zahl, was für eine Zahl. Schon über 1000 Packen wir's an Parties für den 10.Oktober sind bereits registriert! 

Packen wir's an Party Nummer 1000 kam erst letze Nacht rein. Ein grosses Dankeschön an Gäelle aus Canada, die einen 350 Meilen oder 350 km lange Fahrradtour in Montreal plant (sie haben sich noch nicht zwischen Meilen und km entschieden - machen das von ihrer Konstitution ab), und sich somit für nachhaltige Verkehrslösungen einsetzt. 

Falls du dich fragst, ob die Packen wir's an Parties am 10. Oktober 2010 auch dieses Gefühl von positiver Kraft und Kreativität haben werden, der 10.10.2010 ein Tag gemeinsamen Handelns und ein globaler Moment des gemeinsamen Arbeitens an Lösungen gegen den Klimawandel sein wird, dann sagen dir jetzt 1000 Organisatoren aus allen Teilen der Welt ganz klar "Ja!". 

Aber natürlich soll es nicht bei "nur" 1000 Aktionen bleiben. Hier ist der Link um eine eigene Packen wir's an Party anzumelden - www.350.org/de/oct10. Und hier noch ein paar weitere Highlights, die uns in den letzten Tagen erreicht haben. 

Tonga, Nukualofa: Anitelu plant eine Baumpflanzaktion an der Küste in der Nähe seines Dorfes, das durch den ansteigenden Meeresspiegel bedroht wird. Seine Aktion trägt somit gleichzeitig zum Schutz gegen Überflutung als auch zum Schutz des Klimas bei.

Nepal, Chitwan: Anjan krempelt die Ärmel hoch und organisiert gemeinsam mit seinen Nachbarn ein Kompostprojekt, indem organischer Abfall, der sonst einfach so auf der Strasse landen oder verbrannt würde eingesammelt wird und zu Kompost verarbeitet wird, der dann auf einer städtischen Grünfläche genutzt werden kann. 

Argentinien, Calafate: Die Asociacion Calafate Natural plant einen Workshop, bei dem Bürgern aus der Region lernen können, wie sie Windräder und Solaranlagen für ihre eigene Familie zur Energiegewinnung nutzen können. 

Das ist nur eine kleine Auswahl von Ideen, die bereits für den 10.10.2010 in Planung sind. Hier findet ihr noch ein paar weitere Anregungen für eure eigene Packen wir's an Party - www.350.org/de/ideen

 

Windräder verursachen keine Ölpest

 

Aus der gesunkenen Bohrinsel "Deepwater Horizon" strömt mehr und mehr Öl in das fragile Ökosystem am Golf von Mexiko aus. Mit verheerenden Folgen für Mensch und Tier. Und eine Frage stellt sich mehr den je: wie kann es sein, dass Grosskonzerne und Regierungen weiter auf Offshore Bohrungen setzen und diese mit Millionen von $ subventionieren, nur um noch mehr fossile Brennstoffe, die unser Klima dauerhaft schädigen, zu fördern? 

 

 

Das Sinken der Bohrinsel "Deepwater Horizon", wobei 11 Arbeiter ihr Leben verloren, ist eine Katastrophe, dessen Umfang wir wohl erst in ein paar Wochen erfassen können. Aber jetzt ist bereits klar, dass das Ökosystem rund um das Mississippi River Delta mit seinen zahlreichen Wasservogelarten, Brutplatz für Schildkröten sowie bereits gefährdete Meerestiere, u.a. Wale und Delfine, stark gefährdet sind. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um das Überleben der Box Schildkröten zu sichern müssen wir nicht nur auf 350 ppm zurück, wir müssen auch so schnell wie möglich Offshore Bohrungen stoppen. 

 

 

Aber nicht nur die Tierwelt und das Naturparadies sind gefährdet, auch viele Fischer werden ihrer Einkommensgrundlage beraubt. Viele der umliegenden Dörfer und Städte leben vom Fischfang bzw. vom Tourismus und fürchten nun um ihre Existenz. 

 

 

Nur Tage bevor die "Deepwater Horizont" sank versicherte Präsident Obama, der sich für weitere Offshore Bohrungen einsetzte, dass es sich bei dieser Ölplattform um eine der sichersten der Welt handelte, ausgestattet mit neuer Technologie, die ein Sinken nahezu unmöglich macht. Wenn es sich bei der "Deepwater Horizon" um eine der sichersten Plattformen handelt, wird schnell klar welche Risiken Regierungen und Ölkonzerne wie BP eingehen um weitere Ölvorkommen in immer schwierigeren Gegenden zu finden und zu fördern. 

 

Der Ausbau erneuerbarer Energien und ein schneller Ausstieg aus der Förderung fossiler Brennstoffe, speziell ein Ausstieg aus die Umwelt extrem belastenden und unsicheren Offshore Bohrungen stehen am Anfang auf unserem Weg zurück zu 350 ppm. Den, Windräder verursachen keine Ölpest. 

 

PS: was ihr tuen könnt - Link zu der One Million Strong against Offshore Drilling Facebook group und für alle US Amerikaner der Link zu unserer Ban Offshore Drilling Petition.