News über die Kampagne

Nach Bonn packen wir's an

Das erste UNFCCC Treffen nach Kopenhagen ist gerade zu Ende gegangen und ein paar Entscheidungen wie es jetzt weitergehen soll wurden getroffen. Natürlich will jeder, dass es schneller vorwärts geht und mehr Einsatz von Nöten ist, die Klimakrise zu bewältigen. Es wird noch einige Zeit dauern, bevor die UNFCCC "picked up the pieces" nach Kopenhagen.

 

 

Ein Grund mehr selbst aktiv zu werden und die Klimakrise anzupacken. Einen Weg, wie wir alle selbst aktiv werden können zeigen uns unsere Freunde von 10:10, die vor kurzem erst ihre Kampagne 10:10 global gestartet haben. Schaut euch ihre Ideen hier mal direkt an und vielleicht wollt ihr ja auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz aktiv werden. 

 

Saubere Energieformen für Südafrika anstatt Kohle

Vor ein paar Wochen haben wir etwas gehört, was wir kaum glauben konnten: Die Weltbank plant Eskom, ein staatliches Energieversorgungsunternehmen in Südafrika, einen $ 3,75 Milliarden (2,77 Milliarden Euro) Kredit zu erteilen, um eine Reihe von schmutzigen Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken zu bauen. Mit dem Geld soll u.a. das 4. grösste Kohlekraftwerk der Welt finanziert werden. Die geplante Anlage in Medupi würde jedes Jahr bis zu 25 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre pusten. Die Idee, dass ein Kredit für Eskom für den Bau von Kohlekraftwerken dazu führt, dass Südafrikaner/Innen über bezahlbaren Strom verfügen, geht nicht auf, da Eskom plant die Preise für Strom in den nächsten drei Jahren um 25% zu erhöhen. Gleichzeitig gewährt Eskom jedoch Grossabnehmern, die zu den CO2-intensivsten Industrien gehören, spezielle Preise, die nur ein Bruchteil des regulären Preises sind. Grossverschmutzer bekommen spezielle Deals, während die Armen immer mehr und mehr für ihren Strom bezahlen müssen.

 

Wir brauchen eure Hilfe, um die Weltbank wissen zu lassen, dass wir keinen schmutzigen Kredit akzeptieren werden. Um sicherzustellen, dass die Weltbank unsere Botschaft hört starten wir diese Petition. Wir werden uns nicht auf die Seite von unfairen Lösungen und schmutziger Energie stellen -- wir werden uns in unseren Kommunen für erneuerbare Energien einsetzen und erwarten dasselbe von unseren Politikern/Innen. 

 

Klick hier um dich gegen einen weiteren Weltbankkredit für Eskom einzusetzen.

 

Unsere 2010 Strategie: Packen wir's an

Nach einem einmonatigem Strategietreffen im US Staat Vermont, nach vielen Gesprächen mit Freunden und Verbündeten der Klimabewegung auf der ganzen Welt und nach dem Lesen hunderter von Ideen und Emails, die uns geschickt wurden, können wir jetzt endlich unseren Plan für 2010 mit euch teilen -- und können es nicht abwarten zu erfahren, was ihr davon haltet! Und falls ihr auf dem Laufenden über unsere neuen Pläne gehalten werden wollt einfach hier klicken.

Hallo Freunde,

Nun, niemand hat behauptet, das es einfach wird.

Letztes Jahr haben wir mit eurer Hilfe eine grosse Dynamik rund um das Thema Lösungen für den Klimawandel aufgebaut. Beim globalen Klimaaktionstag letzten Oktober haben wir gemeinsam mit über 5200 Aktionen in 181 Ländern laut CNN “den am weitesten verbreiteten politischen Aktionstag in der Geschichte des Planeten” zustande gebracht.

Und in Kopenhagen haben 117 Staaten – die Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft – 350 ppm als Ziel unterstützt.

Trotzdem ist uns kein politischer Sieg gelungen. Die grössten Umweltverschmutzer sind nicht mitgegangen. Somit gibt es also noch einiges für uns zu tuen.

Dementsprechend lautet auch unser Slogan 2010 “Packen wir's an”. Packen wir's an und verändern unsere lokalen Gemeinschaften, packen wir's an, um unseren Politikern zu zeigen, dass sie mit uns gehen müssen und sich an die Spitze dieser Bewegung stellen sollten, anstatt dagegen. Wir haben hunderte von Emails von euch gelesen und haben eine Strategie für 2010 erarbeitet. Es handelt sich um einen Plan, der dazu geeignet ist uns aus dem Stillstand zu befreien und in die richtige Richtung zu bringen. Aber das kann natürlich nur funktionieren, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten.

Das erste Datum was du dir merken solltest: der 10. Oktober. Gemeinsam mit unseren Freunden von der 10:10 Kampagne werden wir den 10. Tag des 10. Monates des 10. Jahres zu einem wirklichen Anfangspunkt für konkrete Aktionen gegen den Klimawandel machen. Wir nennen das die globale Work-Party, und wir hoffen, dass lokale Gemeinschaften in allen Ecken der Welt an diesem Tag zusammen kommen werden, um Solaranlagen auf ihren Dächern zu installieren, ihre Häuser zu isolieren, Windräder aufzustellen, Bäume zu pflanzen, Fahrradwege anzulegen und lokale Gärten anzulegen.

Wir werden dafür sorgen, dass die Welt diesen Tag der grossen Anstrengungen zur Kenntnis nimmt – und wir werden diesen Tag dazu nutzen eine Botschaft an unsere Politiker zu senden: “Wir haben uns an die Arbeit gemacht – was ist mit euch? Wenn es uns gelingt die Dächer unserer Schulen mit Solaranlagen zu bedecken, dann ist es doch sicherlich möglich, dass ihr Gesetze oder Verträge ausarbeiten könnt, die unsere Bemühungen unterstützen, um somit die Klimakrise noch rechtzeitig anzugehen”. Am 10.10.2010 werden wir damit beginnen unsere Zukunft zu gestalten – eine Zukunft, in der unsere Energieversorgung nicht unser Überleben gefährdet und eine Zukunft, die es wert ist für sie zu kämpfen. Hier könnt ihr euch bereits jetzt anmelden, um mitzumachen: www.350.org/oct10

Natürlich trägt nicht jede Nation die gleiche Rolle in dieser Klimakrise. Wenn es uns nicht gelingt die grössten Umweltverschmutzer und grössten Wirtschaftsmächte dazu zu bewegen sich zu ändern werden wir nie gewinnen. Also werden wir uns speziell auf China, die USA und Indien konzentrieren und das grosse Leistungswettrennen ausrufen – Unis in diesen Ländern werden in diesem Wettrennen darum kämpfen, wer mit den besten und kreativsten Ideen Lösungen für das Klimaproblem finden kann. Wir hoffen mit diesem freundlichen Wettkampf unsere Politiker davon zu überzeugen, dass es nur von Vorteil für sie ist sich für die saubere Energienwende einzusetzen – und wenn sie diese Chance nicht nutzen sollten, sie einiges zu verlieren haben.

Weiterhin werden wir uns auch darum bemühen politischen Druck da auszuüben, wo es nötig ist – z.B. auf den Senat der USA, wo wir gemeinsam mit unseren stärksten Verbündeten uns für den Cap – and – Dividend Ansatz einsetzen. Einen Ansatz, der die grössten Umweltverschmutzer daran hindert weiterhin CO2 kostenlos in die Atmosphäre zu pusten. In anderen Teilen der Welt werden wir weiter daran arbeiten Trainings und Workshops für Klimaaktivisten durchzuführen.

Und bei dem nächsten Weltklimagipfel in Mexiko werden wir das grösste öffentliche Kunstwerk, was die Welt je gesehen hat produzieren, um uns daran zu erinnern, dass es neben der Wissenschaft und Wirtschaft vor allem Leidenschaft braucht diesen Prozess voranzutreiben.

Von all den Emails und Nachrichten, die wir in den letzten Monaten erhalten haben, wissen wir, dass Menschen in allen Teilen der Welt bereit sind sich gemeinsam an die Arbeit zu machen. Wir glauben fest daran, dass dieser Plan unsere Chancen steigern wird wirklich in Aktion zu treten. Wir wissen, dass wir keine andere Chance haben. Wenn die nächste Generation uns irgendwann mal fragen sollte, was wir getan haben diese Klimakrise zu verhindern, wollen wir sagen können:” Wir haben die Ärmel hochgekrempelt und uns an die Arbeit gemacht.” Es gibt keine Garantie dafür, dass es uns gelingen wird die reichen und mächtigen Interessen, gegen die wir ankämpfen, zu besiegen – aber dank euch und eures Engagement haben wir eine reale Chance. Lasst uns diese Chance jetzt nutzen.

Bis bald,

Bill McKibben und das 350.org Team

 

VIDEO-Zusammenfassung: Ein unglaubliches Jahr

Liebe Freunde,

mit diesem Schreiben möchte ich mich bei euch für eure unglaublich harte Arbeit im letzten Jahr und für eure Bemühungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bedanken .

Zur Erinnerung, wie die 350-Kampagne anfing, was mit ihr erreicht wurde und was wir noch tun müssen, haben wir hier eine besondere Seite mit Videos für euch vorbereitet:

Es ist etwas komisch, eine Endjahres-Zusammenfassung von 350 zu verschicken, nachdem das neue Jahr bereits begonnen hat, aber wir wollten, dass diese Nachricht nicht als Teil der Last-Minute-Spendenaufrufe für wohltätige Zwecke verstanden wird.

Finanzielle Unterstützung, aber das ist bei Weitem nicht so wichtig wie Zeit und Mühe. Auf der ganzen Welt, oder zumindest in den 181 Ländern, in denen 5200 Kundgebungen am 24. Oktober stattfanden, gibt es Menschen wie euch. In dem US-amerikanischen Magazin Foreign Policy wird das als “die größte koordinierte globale Kundegebung, die es je gegeben hat” beschrieben und sie hatte eine beachtliche Konsequenz: Mehr als die Hälfte der Länder, die einen Monat später nach Kopenhagen kamen, unterstützten das 350-Ziel. Mit Geld kann man so etwas nicht kaufen – nur mit Leidenschaft für den Planeten und seine Zukunft.  Und mit genau dieser Leidenschaft habt ihr letztes Jahr diese Bewegung angereichert.

Die Bitte am Ende der Seite mir der Videozusammenfassung ist ernst gemeint: Wir brauchen eure Ideen dazu, wie wir weitermachen wollen. Wir wissen, was wir tun müssen – dafür sorgen, dass unser Planet nicht überhitzt – und wir wissen, dass es alles andere als einfach sein wird.

Doch aufgrund eurer Arbeit und der von all den anderen, wissen wir auch, dass wir es schaffen können.

Auf gehts,

Bill McKibben für 350.org

PS: Wenn ich mir diese Videos ansehen, fühle ich mich besser und ich denke, dass auch eure Freunde und Familien sie mögen würden.  Ihr könnt diese E-Mail ruhig an andere weiterleiten oder die Videos mit nur einigen Mausklicks mit anderen teilen, für Facebook hier klicken, und für Twitter hier klicken.

PPS: In den nächsten Wochen könnte es sein, dass ihr nicht so viel von uns hört, wie sonst. Mein Team und ich formieren uns neu und sammeln Kräfte, aber ihr werdet sicherlich schon bald von uns hören, wie es weitergeht.

 

 

Climate Shame - wir sind noch lange nicht fertig

Wir werden noch lange über den Deal, den die USA, China, Indien und Südafrika gestern nacht ausgehandelt haben, sprechen und eine detailierte Analyse vornehmen. Die ersten Reaktionen gestern Nacht und heute morgen von Journalisten war, dass es sich bei diesem Deal um einen Fehlschlag handelt – so lautete auch die Schlagzeile des Guardian in Grossbritannien und der Spiegel schreibt, dass ein kläglicher Kompromiss ein totales Scheitern verhindert. Der Deal beinhaltet keine wirklichen Reduktionsziele, keinen wirklichen Plan wie es im nächsten Jahr mit dem UNFCCC Prozess weitergeht und generell nichts, was uns wirklich weiterbringen wird in unseren Bemühungen die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Und dieser Deal wurde hinter verschlossenen Türen, ohne eine Beteiligungen der Länder, welche am meisten durch den Klimawandel betroffen aber am wenigsten dazu beigetragen haben, ausgehandelt.

Unsere Analyse von den Verhandlungen in Kopenhagen ist sehr einfach:

 

Was wir brauchen: 350 ppm

Was ausgehandelt wurde: 770 ppm

Unser Urteil: wir sind noch lange nicht fertig

 

Trotzdem gab es gestern auch ein kleines Zeichen der Hoffnung – eine spontane Demonstration wurde gestern Nacht vor dem Bella Centre abgehalten. Primär junge Klimaaktivisten machten ihrer Wut Luft und riefen 3-5-0 die ganze Nacht. Sie waren frustriert und enttäuscht aber auch optimistisch – den wir wissen, dass es eine Sache hier in Kopenhagen gegeben hat, was uns Hoffnung gibt, zu wissen, dass die globale Klimabewegung weiter und weiter wächst. Im Moment sind wir noch nicht stark genug, die Verhandlungen in unserem Sinne zu beeinflussen – diese Macht hat zur Zeit immer noch die Kohlelobby. Wir sind aber stark genug, um es unseren Politikern verdammt schwer zu machen Entscheidungen hinter verschlossenen Türen zu machen und uns das als Erfolg zu verkaufen. Oftmals wurden Entscheidungen hinter verschlossenen Türen gemacht, ohne das die Weltöffentlichkeit davon erfuhr. In den letzten Wochen haben wir viel gelernt, über das Mächtespiel in UN Klimaverhandlungen, aber auch über unsere Stärke klar zu kommunizieren, was wir brauchen und wie ein wirkliches Abkommen aussehen muss. Das wird uns helfen in den nächsten Monaten unsere Hoffnungen zu bewahren.

Wir haben nicht gewonnen – noch nicht!   

 

Die letzten 48 Stunden in Kopenhagen beginnen mit einem symbolischen Hungerstreik

Zwei Freundinnen von mir haben jetzt seit 42 Tagen keine Nahrung mehr zu sich genommen. Warum? Weil sie ein starkes Zeichen in diesen sehr verrückten und sehr abstrakten Klimaverhandlungen, die jetzt in ihre entscheidende Phase treten, setzen wollten. Ein Zeichen für mehr Klimagerechtigkeit und für einen internationalen Klimavertrag, der uns auf 350 ppm zurückbringt. In einen Hungerstreik zu treten ist ein sehr ernster Schritt und eine von sozialen Bewegungen und Aktivisten/Innen oftmals angewendete Taktik, um auf grosses Unrecht hinzuweisen. Normalerweise gehört ein Hungerstreik nicht zu 350.org Taktiken, aber genau in diesem Moment, wo die Verhandlungen in Kopenhagen uns nicht auf 350 ppm zurückbringen, sondern eher in Richtung 770 ppm gehen, mit all den katastrophalen Konsequenzen speziell in den am meisten betroffenen Regionen, scheint es an der Zeit der Welt zu zeigen, wie ernst es uns und anderen Aktivisten/Innen ist.

Solidarisch mit den 5 Aktivisten/Innen, die sich bereits seit 42 Tagen im Hungerstreik befinden, rufen wir dazu auf symbolisch einen Tag mit Ihnen zu fasten. Mit dieser Aktion wollen wir ein Zeichen setzen in Solidarität mit den am meisten durch den Klimawandel betroffenen Regionen dieser Welt, wie z.B. den kleinen Inselstaaten, die so hart gerade in Kopenhagen um ihre Zukunft und um das Überleben ihrer Bevölkerung kämpfen. Die Aktion steht unter dem Slogan "Hunger nach Überleben" und über 2000 Menschen weltweit haben sich bereits diesem Aufruf angeschlossen, auch das komplette 350.org Team unterstützt die Aktion, indem wir 24 Stunden lang nichts essen und nur Wasser trinken. 

Mein persönlicher Beweggrund mich diesem symbolischen Hungerstreik anzuschliessen ist jedoch ein anderer: ich habe in meinem ganzen Leben noch nie keine Nahrung für 24 Stunden zu mir genommen - für viele Millionen Menschen auf der Welt ist das jedoch eine Erfahrung, die sie unfreiwillig schon sehr oft machen mussten und wenn wir den Klimawandel nicht begrenzen und Regionen, die stark durch den Klimawandel gefährdet sind, nicht unterstützen, viele Millionen Menschen mehr die Erfahrung machen müssen, dass der Klimawandel ihre Nahrungssicherheit gefährdet und Unterernährung sich stark verbreitet, wie z.B. dieses Jahr in vielen Teilen in Afrika. 

Auch wollen wir die nächsten 24 Stunden dazu nutzen zu reflektieren wo die Klimabewegung sich in Zukunft hin bewegen wird und wie wir unsere Stimmen noch in den Kopenhagen Prozess erfolgreicher einbringen können. Wir haben viel erreicht - tausende von Aktionen und Millionen von Menschen, die sich dieser Bewegung anschliessen - jetzt ist es an der Zeit diesen Stimmen gehör zu verschaffen! 

 

Update von Kopenhagen

 Die letzten Stunden hier in Kopenhagen waren sehr turbulent. Drinnen sowie draussen vor dem Bella Centre, wo zur Zeit die UN Klimaverhandlungen in ihre kritische Phase gehen. Draussen demonstrieren tausende von Klimaaktivisten für Klimagerechtigkeit und drinnen wurde die offizielle Verhandlungsleitung jetzt an den dänischen Ministerpräsidenten Rasmussen. Ein vorläufiger Verhandlungstext, welcher heute von Dänemark präsentiert wurde sorgt für viel Unruhe, speziell bei Vertretern der Entwicklungsländern, da viele ihrer Forderungen dort nicht berücksichtigt werden. Nur eine Stunde von Kopenhagen entfernt tobt ein Schneesturm, welcher auch uns hier in Kopenhagen noch heute Nacht erreichen soll. 

Und was passierte mit unserer Lieblingszahl? Und was kann man jetzt tuen, um weiter Druck auf die Verhandlungsführer und die morgen eintreffenden Staats- und Regierungschefs auszuüben? 

Zunächst einmal zu 350: das Ziel, die CO2 Konzentration langfristig auf 350 ppm zurück zu bringen, eine Forderung von über der Hälfte der in Kopenhagen verhandelnden Länder, ist nicht mehr im Verhandlungstext. Auch andere Zielwerte, speziell konkrete Reduktionsziele finden sich im vorläufigen Verhandlungstext entweder nur in Klammern oder werden durch ein X präsentiert. Was heisst das für die Verhandlungen? Es scheint immer unwahrscheinlicher, dass wenn die Staats- und Regierungschefs am Freitag die Verhandlungen übernehmen, sie eine Textgrundlage zur Verfügung haben, die schnelle und effiziente Verhandlungen ermöglicht. Es scheint viel wahrscheinlicher, dass Verhandlungen der vielen kritischen Punkte wohl erst nächstes Jahr verhandelt werden.

Staaten, die auch 350 ppm unterstützen, wie z.B. die Allianz von kleinen Inselstaaten (AOSIS), versuchen ihre Forderungen nach stärkeren Reduktionszielen und eine langfristigen Zielwert für CO2 von höchstens 350 ppm wieder in den Verhandlungstext zurückzubringen und May von 350.org ist Tag und Nacht im Bella Centre, um diese Arbeit zu unterstützen. Siehe ihr letztes Update über den Stand der Verhandlungen hier

Und was können wir als Klimaaktivisten tuen, die nicht gerade vor dem Bella Centre oder im Bella Centre sind? Viele junge Klimaaktivisten bereiten sich gerade auf einen symbolischen Hungerstreik für morgen vor. Einige Aktivisten begannen vor 40 Tagen einen Hungerstreik für Klimagerechtigkeit - Climate Justice Fast - und hunderte von jungen Klimaaktivisten hier in Kopenhagen planen sie morgen aktiv zu unterstützen und sie einen Tag bei diesem Hungerstreik zu begleiten. Mehr Informationen über Climate Justice Fast findet ihr hier

Und hier noch ein Video, welches zeigt wo wir zur Zeit als Klimabewegung stehen, was wir bis jetzt gemacht haben und warum es wso wichtig ist diese Bewegung weiter zu führen. Schaut euch das Video an und lasst euch inspirieren!  

 

Tausende von Kerzen in Kopenhagen und der ganzen Welt

 Überall auf der Welt, in über 3200 Orten fanden dieses Wochenende Kerzenmahnwachen rund um die Zahl 350 statt. Die Mahnwachen sollten daran erinnern, dass für viele Regionen dieser Erde es bei den Verhandlungen in Kopenhagen nicht nur um eine politische Verhandlung geht. Das Überleben von Millionen Menschen in Afrika steht auf dem Spiel, ganze Inselstaaten bangen um ihre Zukunft und für diese Menschen ging es an diesem Wochenende primär um die Botschaft "350 = Überleben". Tausende von Menschen von den Fiji Inseln über Bangkok, von China über Indien nach Australien, in den USA und in Europa, überall wurden Lichter als ein Zeichen nach Kopenhagen angezündet. Hier ein Beitrag mit vielen, vielen Fotos von der TckTckTck Koalition, mit der wir gemeinsam diesen wundervollen Tag organisiert haben. Viele Fotos und Eindrücke von diesem Aktionswochenende kann man auch hier auf der Seite von Avaaz.org finden, einer der Mitgliedsorganisationen von TckTckTck, welche online und offline an diesem Wochenende aktiv war, finden. 

Und hier noch ein Fotoset mit Fotos, die in den letzten 48 Stunden uns aus allen Teilen Europas erreicht haben. 

Falls ihr beim grossen Aktionswochenende, entweder in Kopenhagen oder bei euch zu Hause dabei gewesen seid - ihr an Klimademos oder Kerzenmahnwachen teilnahmt - vielen, vielen Dank im Namen des gesamten 350.org Teams. Uns hat dieses Wochenende gezeigt, dass ihr auch nach dem 24.Oktober immer noch da seid und das wir weiter für 350 hier in Kopenhagen aber auch zu Hause in unseren Gemeinden kämpfen müssen.